REX lebt das „Leben“ von hundert tausenden von Vierbeinern in Griechenland, nur hat er Glück im Unglück gehabt – viele andere nicht !!!
Rex ist seit mindestens zwölf langen Jahren angekettet und niemand ist auf die Idee gekommen, das Halsband zu wechseln !!! Es war so tief durch die Haut in das Fleisch eingewachsen, das der Gestank von faulendem Fleisch uns schon aus der Entfernung schockierte. Fliegen hatten mittlerweile Eier in die Wunde gelegt und es war nur eine Frage der Zeit, laut Tierarzt, wann Rex gestorben wäre.
Ein junger Mann brachte Rex eines schönen Tages mit nach Hause. Unglücklicher Weise ist er vor drei Jahren verstorben, sodass Rex von seiner Mutter mehr schlecht als recht versorgt wurde. Als wir Rex fanden, war er spindeldürr und sein Körper war von riesengroßen infektierten, roten Flecken uebersaet, hervorgerufen durch hunderte von Zecken. Wäre er nicht an der Infektion am Hals gestorben, hatten die Zecken sicherlich bald den letzten Tropfen Blut aus seinem Körper gesaugt. Gott sei Dank verlief die Operation am Hals erfolgreich und Rex erholte sich ganz langsam. Seine Augen glänzten wieder und sein Lebenswille wurde von Tag zu Tag stärker.
Wir hätten liebend gern ein neues Zuhause für Rex gefunden, aber wer möchte schon einen alten und herunter gekommenen Schaeferhund-Mix aufnehmen? Niemand! Nach ein paar Wochen Behandlung bei Mary's Petshop mussten wir Rex wieder in seine alte Heimat zurückbringen……..... zurück in die Hölle, wo er sicherlich bald wieder in dem gleichen fürchterlichen gesundheitlichen Zustand sein würde wie zuvor.
Aber seit dem Tag seiner Rückkehr, wird er fast jeden Tag (im Winter jeden Tag) von uns gefüttert, gebürstet, verarztet und gestreichelt – er ist wirklich nicht mehr wieder zuerkennen. Rex hat sich in einen liebevollen und gutaussehenden Vierbeiner verwandelt. „Mutter“, nachdem sie verstand, das Rex das lebendigste Andenken an ihren verlorenen Sohn ist, und die Nachbarn bringen ihm manchmal etwas zu essen, aber er ist sehr einsam an seiner Kette, welche an sein Steinhaus angebracht ist. Nur das jagen von den herumstreunenden Katzen hält ihn einigermaßen fit.
Aber wir werden für ihn bis an sein Lebensende sorgen. Das ist ein Versprechen!
Mykonos Januar 2009